Aktuelle Messen: FabCon 3.D und Rapid.Tech in Erfurt

Wie für fast alle technischen Gebiete gibt es auch für die 3D Technik Fachmessen, auf denen regelmäßig neue Verfahren und verbesserte Techniken vorgestellt werden.
Zu den wichtigsten Messen im Bereich 3D Technik gehören die FabCon 3.D und die Rapid.Tech. Viele der Innovationen der Branche wurden auf einer der Messen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Beide Messen fanden 2016 gleichzeitig in Erfurt statt und zeigten die neusten Entwicklungen der 3D Drucktechnik.

FabCon 3.D vs. Rapid.Tech

Wie die Rapid.Tech in Erfurt ist auch die FabCon 3.D noch eine sehr junge Messe. Zunächst wurden beide unabhängig voneinander veranstaltet, doch bereits nach einem Jahr liefen sie komplett parallel. Es zeigte sich, dass eine Trennung der beiden Messen eigentlich unnötig ist, da sie beide zueinander passende Themen beinhalten und sich so eher ergänzen, als gegenseitig den Rang abzulaufen.
Während sich die Rapid.Tech hauptsächlich auf den Wissenstransfer und die Entwicklung von Fertigungstechnologien spezialisiert, stehen bei der FabCon 3.D die Drucker und technische Anwendungen im Vordergrund. Sie ist daher auch für semiprofessionelle Anwender und Prosumer interessant.
Die wissenschaftliche Qualität der Konferenz ist enorm. Hier wird nicht nur ausgestellt, es gibt auch diverse Vorträge zu unterschiedlichsten Themen der 3D Drucktechnik. Da ist es nicht verwunderlich, dass knapp 48 % der Fachbesucher in 2016 aus den Bereichen Forschung und Entwicklung kamen. Wissenschaftlich betrachtet, steckt in der 3D Technik noch immer viel Potenzial für weitere Innovationen und Entwicklungen.
Die steigende Akzeptanz der Messen zeigt sich auch in den stetig steigenden Besucherzahlen. Erst 2016 wurde erneut ein Besucherrekord aufgestellt. Die Anzahl der Aussteller stieg um 21 % und auch die Fläche musste um insgesamt 24 % wachsen, um alle unterzubringen. Die steigenden Zahlen verdeutlichen das zunehmende Interesse an der 3D Technik in verschiedenen Branchen. Die Möglichkeiten sind jedoch auch enorm: vereinfachte Produktionsprozesse, Kosteneinsparungen und individuelleres Design. Viele der Fachbesucher reisten daher von weiter weg an. Ganze 12 % kamen sogar extra aus dem Ausland angereist, um die neusten Entwicklungen der Branche vor Ort zu entdecken.

Große Namen entdecken das Potential der Messe

Die Anzahl der Aussteller wächst. In 2016 waren auch viele große Namen der Branche vertreten. Dazu gehörten EOS, 3D Systems oder beispielsweise Stratasys, die jeweils eigene Stände hatten. Kleinere Produzenten von 3D Druckern hatten entweder selbst einen Stand oder begnügten sich damit, die Messe als Fachbesucher zu besuchen. Ausreichende Möglichkeiten zum Knüpfen neuer Kontakte und gegenseitigem Austausch bot sich ohnehin, auch unabhängig von den Ständen. Ein immer wieder aufgegriffenes Thema war in diesem Jahr „Essen aus dem 3D Drucker“ und so gab es diverse Aussteller, die sich mit dekorativen Figuren aus essbarem Material präsentierten.