Ägyptische Mumie 3D-gescannt

In einem neuen Projekt kam ein Artec 3D-Scanner gemeinsam mit einem Computertomographen zum Einsatz, um von einer ägyptischen Mumie ein 3D-Modell zu erzeugen und damit mehr über die Mumie zu erfahren.

Die „Mumie Sherit“ führte zum Fortschritt in der Anwendung des 3D-Scanners

Das Projekt genannt „Mumie Sherit“ beinhaltet das Erstellen eines 3D-Modells von der Mumie, mit detaillierten Infos über ihren inneren Zustand und über Farbinformationen der äußeren Mumie. Ein CT-Scanner alleine reichte für das Projekt nicht aus. Er liefert nur ein Bild über die genaue Geometrie und Dichtedaten aus dem Inneren und dem Äußeren des Körpers. Daher wurde im Rahmen dieses Projekts der Artec Eva 3D-Scanner eingesetzt.
Das erzeugte farbige 3D-Modell soll in naher Zukunft bei einer Ausstellung gezeigt werden und einen vorhandenen nicht-interaktiven Kurzfilm zum Thema der Mumie ablösen bzw. ergänzen. Der Vorgang der Verbindung eines CT-Scans mit den Farbinformationen kann mit Hilfe der Software VGSTUDIO MAX automatisch ablaufen. Möglicherweise wird die Kombination zukünftig zum Standard. Neben Archäologie kann diese Kombination auch in der forensischen Medizin oder der Anthropologie zum Einsatz kommen.

Zwei fremde Technologien ergänzen sich

Bislang hatten 3D-Scanning und Computertomographie keine Verbindung. Das änderte sich, denn die beiden Technologien wurden erfolgreich kombiniert. Sie erzeugten einzigartige Bilder mit dem 3D-Modell einer ägyptischen Mumie. Die Informationen über Geometrie und Farbe der Mumie wurden mit dem 3D-Streifenlichtscanner mit dem Modell Artec Eva erfasst und über eine computertomographische Aufnahme gelegt, welche mit dem Siemens AXIOM CT Scanner erstellt wurde. Das Ergebnis ist die digitale Kopie der kompletten Mumie, die ihr Inneres und Äußeres mit allen Details preisgibt.

Der CT Scanner liefert die innere Struktur der Mumie

Der CT-Scanner liefert umfassende Detailinformationen der inneren Struktur des Körpers der Mumie. Er konnte aber keine Farbinformationen liefern, sodass damit allein eine realistische Darstellung des Objekts nicht möglich war. Mithilfe einer neuen Softwarefunktion von Volume Graphics (Version 3.1) zur Analyse und Volumenvisualisierung von 3D-Daten, konnten die Daten-Sets per Mausklick zu einer Einheit zusammengeführt werden. Das Projekt „Mumie Sherit“ ist nur eine erste Anwendung der neuen Funktion.
Sherit ist die Mumie eines ägyptischen Mädchens, welches vor 2.000 Jahren starb. Sie wird zurzeit im Rosicrucian Egyptian Museum in San José, Kalifornien, konserviert. Ziel der Prozedur war es, mehr über das Kind zu erfahren, wie sie lebte und warum sie so jung starb. Dank der modernen Technologie konnte dieses Ziel voll und ganz erreicht werden.