3D Stifte kennen keine Grenzen

3D Stifte klingen zunächst einmal recht futuristisch, sind allerdings an die Technik des 3D Drucks angelehnt. Sie arbeiten mit geschmolzenem Plastik, sodass man auch mit den Stiften dreidimensional arbeiten kann. Erstmalig vorgestellt wurde der 3D Stift auf der IFA in Berlin im Jahr 2013. Der sogenannte 3Doodler wurde über Crowd-Sourcing in Zusammenarbeit mit der Plattform Kickstarter finanziert.
Das innovative Potential des Stiftes ist enorm. Beim Zeichnen schmilzt der Kunststoff und trocknet anschließend direkt wieder. Durch das Anheben des Stiftes können so Linien und ganze Formen erzeugt werden. Wer besonders geschickt ist oder einfach ein wenig übt, kann letztlich aufwendige Modelle mit einem 3D Stift erzeugen.

Druckmaterialien für den 3D Stift

Seit der ersten Vorstellung des 3D Stiftes sind bereits einige Monate vergangen und so gibt es inzwischen bereits zahlreiche Weiterentwicklungen – sowohl technischer Natur wie auch hinsichtlich der verwendeten Druckmaterialien. Der „3D Foam Pen“ zum Beispiel verwendet Flüssigseife als Druckmaterial und erzeugt so komplette Figuren aus Schaum. Es handelt sich hierbei zwar nur im eine Spielerei, dennoch zeigen sich die Anwendungsmöglichkeiten und dank der im Lieferumfang enthaltenen Augen und Accessoires lassen sich die Figuren zusätzlich gestalten.
Weniger verspielt sind dagegen Anwendungen mit Metall. Auch das Ursprungsmodell, der 3Doodler, kann mit einigen Metallen umgehen und so zum Beispiel zur Schmuckherstellung verwendet werden. Ein Künstler von DGC Jewellers hat das bereits ausprobiert und verschiedene Schmuckstücke mit dem 3D Stift entworfen. Da sie per Hand gefertigt sind, handelt es sich jeweils um einzigartige Stücke. Die Tatsache, dass sie mittels 3D Technik gefertigt wurden, macht sie zusätzlich besonders.
Der 3DMetalCreater ist eine Alternative zum 3Doodler in der Anwendung mit Bronze oder Silber. Auch seine Entwicklung wurde über eine Crowd-Sourcing Kampagne auf der Plattform Kickstarter finanziert. Als Grundmaterial wird hier eigentlich Ton verwendet, der zu einem bestimmten Anteil auch Bronze enthält. Der Ton wird beim Druckvorgang jedoch ausgebrannt und ermöglicht so dreidimensionale Drucke aus Metall. Das Besondere an dem Stift: Der Anwender ist nicht an ein Stromkabel gebunden, sondern arbeitet mit einer angeschlossenen Gaskartusche, wobei die verwendete Menge an Gas über Pedale geregelt wird.

3D Stifte in der Kunst

Die Verwendung eines 3D Stiftes in der Schmuckherstellung unterstreicht das kreative Potential des Produktes. Da ist es wenig überraschend, dass auch diverse Künstler diesen bereits für sich entdeckt haben. 2015 präsentierte beispielsweise eine New Yorker Künstlerin ein neues Werk, das sie vollständig mit dem 3Doodler angefertigt hat. In der Szene hat das Werk direkt für Begeisterung gesorgt und mehrfach Anerkennung erhalten.
In Sachen Deko und Inneneinrichtung dürfte der 3D Stift zukünftig auch immer interessanter werden. Eine Hobby-Bastlerin hat beispielsweise bereits zahlreiche individuelle Lampenschirmen mit dem Stift hergestellt. Der eigenen Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt und Bastler können immer wieder neue Wege und Designs für sich entdecken.